Bevor es endgültig an die Küste geht, machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Tuz Gölü, einem Salzsee und dem zweitgrößten See der Türkei. Wir fahren eine kleine Straße/Holperpiste, die direkt durch den See geht (was ziemlich cool ist). Der See hat sehr viel Wasser, weil es in den letzten Monaten so viel geregnet hat und die kristalline Salzschicht ist weniger ausgeprägt, als in den Sommermonaten. Trotzdem können wir an einigen Teilen auf der Salzschicht fahren. Weiterlesen „Tuz Gölü und Hirtenhunde“
LuZi im Wunderland
Und dann endlich kommen wir im wundervollen Kappadokien an und werden für alle vorhergehenden Strapazen gebührend belohnt. Wir suchen uns ein schönes Hostel in Göreme, dem Zentrum Kappadokiens und Weltkulturerbe. Der Ort ist für seine Höhlenarchitektur und die umgebenden Nationalparks mit ihren einzigartigen und fast außerirdisch wirkenden Felsformationen bekannt. Weiterlesen „LuZi im Wunderland“
Im Land der vielen ‚Ö’s und ‚Ü’s
Am 06. April fahren wir über die Grenze in die Türkei und dieses mal klappt es gleich am ersten Grenzübergang. Die türkischen Grenzbeamten sind sehr nett und interessiert an unserer Reise und gucken „nur wegen der installierten Kameras“ kurz in ein-zwei Gepäcktaschen, bevor sie uns durchwinken. Weiterlesen „Im Land der vielen ‚Ö’s und ‚Ü’s“
Zusammenfassung Iran

- Anzahl der Tage: 37, davon Radfahrtage: 25 und Ruhetage: 12
- Gefahrene Kilometer: 2587 km
- Gesamte Ausgaben: 387€, davon: 221€ Essen/Trinken, 117€ Unterkünfte, 49€ Sonstiges
- Nächte Zelt: 5, Hotel: 8, Einheimische (inklusive Warmshowers): 23
- Raddefekte: 0
Danke, thank you, ممنونم, teşekkürler!

Im Iran werden wir immer wieder gefragt warum wir uns dazu entschieden hätten in den Iran zu kommen und ob wir keine Angst gehabt hätten durch den Iran zu reisen. Den Menschen ist bewusst, dass das Land in vielen Köpfen mit Gefahr, Krieg und Terrorismus verknüpft ist. Als Ursache sehen sie oft Medien (z.B. in den USA), die das Land in ein falsches Licht rücken. Wir merken, dass es den Iranern unglaublich am Herzen liegt, dass diese „Iranophopie“ (wie sie es nennen) aus den Köpfen der Menschen verschwindet und dass noch viel mehr Leute ihr wunderbares Land bereisen. „Erzählt zu Hause über die Erfahrungen, die ihr hier gemacht habt!“ hören wir häufig. Wir denken wir haben mit unseren Blogeinträgen und Bildern schon einiges zur „Werbung“ beigetragen und es ist klar geworden, dass wir eine Reise in den Iran jedem nur wärmstens empfehlen können.
Wir können uns gar nicht genug bei all den Iranern bedanken, die unsere Zeit hier so angenehm und unvergesslich gemacht haben. Danke!
Radelphilosophien
In Bijar kommen wir bei einer kurdischen Familie unter. Der 26 Jahre alte Sohn Alireza ist geschieden und lebt jetzt wieder mit seinen Eltern, seiner Schwester und seinem sprechenden Vogel Myna in der Heimatstadt. Aktuell ist er arbeitslos, die Situation im Iran sei für Kurden schwierig. Weil er nicht viel zu tun hat, plant er gerade eine dreimonatige Fahrradtour durch die Türkei und hat deshalb besonders viele Fragen an uns „professionelle Radfahrer“ (wie er sagt). Weiterlesen „Radelphilosophien“
Minimalistisches Sightseeing
Immer wenn wir irgendwo ankommen werden wir natürlicherweise irgendwann gefragt, wo wir herkommen und wo wir als nächstes hinfahren. Wenn wir den Ort genannt haben aus dem wir kommen, folgt als nächstes meist ein „Ah ja, habt ihr jenen Wasserfall besucht? Seid ihr in diesem berühmten Museum gewesen? Oh ja, das ist ein sehr historischer Ort. Habt ihr XXX angeguckt? …“ In der Vielzahl der Fälle haben wir die Namen und Orte, die uns genannt werden weder vorher gehört noch besucht. Weiterlesen „Minimalistisches Sightseeing“
Wunderschöne Berglandschaften und Schneechaos
Wie schon erwähnt wird es im Iran, je weiter wir in den Norden kommen, immer kälter. Wir freuen uns über die schneebedeckten Berge die langsam am Horizont auftauchen, wie schön das aussieht! Langsam werden die langen Radtrikots ausgepackt, dann die Windwesten darüber gezogen, die Regenjacken hervorgeholt und irgendwann wird es teilweise so kalt, dass wir zeitweise sogar in Daunenjacken fahren. Weiterlesen „Wunderschöne Berglandschaften und Schneechaos“
The things you take for granted someone else is praying for

Circa 40 Kilometer vor unserem nächsten Ziel winkt uns eine vierköpfige Familie an den Straßenrand und bietet uns Tee und Schokolade an. Sie kämen eigentlich aus Yazd und seien gerade auf dem Weg zur Großmutter zum jährlichen Familientreffen. Wir werden herzlich eingeladen ebenfalls ein paar Tage bei der Großmutter zu verbringen. Keiner der Autoinsassen kann englisch, aber es ist eigentlich immer möglich sich irgendwie mit Händen und Füßen und ab und zu auch mittels Google Translator zu verständigen. Weiterlesen „The things you take for granted someone else is praying for“
Feste und Feierlichkeiten
Unseren gesamten Iranaufenthalt werden wir von Einheimischen davor gewarnt, dass am 21. März Nouruz ist, das persische Neujahrs- und Frühlingsfest. Es herrsche dann im Iran drei Wochen Ausnahmezustand. Es seien Ferien, Ämter und Geschäfte hätten geschlossen und der Verkehr sei unerträglich (und viel zu gefährlich für Radfahrer!), weil sich alle Iraner aufmachten um Verwandte zu besuchen um mit ihnen zu feiern. Wie so oft ist dann letzten Endes alles nur halb so wild. Und im Gegenteil, wir genießen das Glück bei einigen Feiereien dabei sein und die persische Kultur so quasi hautnah erleben zu können. Weiterlesen „Feste und Feierlichkeiten“